Diese Informationen stammen von der Website der Studienvertretung Translation: www.stv-translation.at
Unterschiede zum Bachelorstudium 2007
Eine Auflistung der wichtigsten Unterschiede der Bachelorstudienpläne 2007 und 2011.
zuletzt aktualisiert am 19. Juli 2011
Neue Lehrveranstaltungstypen
Im Bachelorstudium 2011 sind neben Vorlesungen, Übungen und Seminaren auch Proseminare vorgesehen. Außerdem werden auch zwei neue Lehrveranstaltungstypen eingeführt: Interaktive Vorlesungen und Vorlesungen mit Übungscharakter.
Interaktive Vorlesung (VOX)
Interaktive Vorlesungen sind nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen mit Platzbeschränkung und dienen der vertiefenden Darstellung von Themen, Gegenständen und Methoden unter besonderer Berücksichtigung verschiedener Lehrmeinungen, wobei der interaktiven Vermittlung besondere Bedeutung zukommt. Die Interaktive Vorlesung wird mit einer mündlichen oder schriftlichen Prüfung abgeschlossen. An interaktiven Vorlesungen können maximal 150 Studierende teilnehmen.
Vorlesung mit Übungscharakter (VOUE)
Vorlesungen mit Übungscharakter sind prüfungsimmanent und dienen der Darstellung und Erarbeitung fachspezifischer Fragestellungen unter aktiver Einbindung der Studierenden. Die Leistungsbeurteilung erfolgt wie bei Übungen auf Grund mehrerer schriftlicher und/oder mündlicher Teilleistungen. An Vorlesungen mit Übungscharakter können maximal 60 Studierende teilnehmen.
STEOP statt SPOT
Im Bachelorstudium 2011 gibt es keinen Sprachorientierungstest (SPOT) zu Beginn des Semesters. Stattdessen musst du zu Beginn des Studiums die sogennante Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) absolvieren. Die STEOP besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen, die du durch das Absolvieren von zwei Modulprüfungen am Ende des Semesters abschließt. Eine der Modulprüfungen ist ähnlich aufgebaut wie der Sprachorientierungstest (SPOT) des Bachelorstudiums 2007.
Siehe auch: Informationen zur Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP)
Vorlesung Vertiefende Sprachkompetenz
Die Vorlesung Vertiefende Sprachkompetenz der STEOP verbindet Inhalte der BA07-Vorlesung Grammatik im Kontext und der BA07-Übung Kultur- und textbezogene Wortschatzarbeit und bereitet auf die sprachspezifischen Teile der Modulprüfung Mehrsprachigkeit der STEOP vor, die dem Sprachorientierungstest (SPOT) des Bachelorstudiums 2007 ähnlich sind.
Vorlesung Recht und Wirtschaft im kommunikativen Kontext
Für das 1. bzw. 2. Semester ist im Bachelorstudienplan 2011 eine Vorlesung Recht und Wirtschaft im kommunikativen Kontext vorgesehen, in der unter anderem wichtige rechtliche Grundbegriffe in Bezug auf (transkulturelle) Kommunikation behandelt werden.
Vorlesung Medienkompetenz
Statt der einstündigen Vorlesung Medienkompetenz gibt es nun eine Vorlesung Informationsdesign; Medienkompetenz Grafik und DTP mit 2 Semesterwochenstunden und 2 ECTS-Punkten, in der weit mehr als nur einfache Office-Handgriffe behandelt werden.
kulturwissenschaftliche Proseminare statt Kulturkompetenz-Übungen
Anstatt der Übungen Kulturkompetenz in deiner B- und in deiner C-Sprache sind im Bachelorstudienplan 2011 zwei Proseminare vorgesehen. In diesen Proseminaren setzt du dich wissenschaftlich mit deinen B- und C-Kulturen auseinander und bearbeitest eine bestimmte Fragestellung in Form einer Proseminararbeit.
mehr Lehrveranstaltungen für die A-Sprache
Im Bachelorstudienplan 2011 sind (neben den zwei Übungen Translatorische Basiskompetenz: A-/B-Sprache) ingesamt 5 Lehrveranstaltungen für die A-Sprache vorgesehen:
- VO Vertiefende Sprachkompetenz: A-Sprache
- VO Kultur und Kommunikation 2: A-Sprache
- VO Fachkommunikation und Wissenstransfer: A-Sprache
- VOUE Textsorten, Textqualität, Textwirkung: A-Sprache
- UE Textkompetenz: A-Sprache
Für die Übung Textkompetenz: A-Sprache gilt weiterhin wie bisher die Regelung, dass für Studierende mit Deutsch als A-Sprache eine eigene Übung Textkompetenz Deutsch A-Sprache angeboten wird, Studierende mit einer anderen A-Sprache als Deutsch die Übung Textkompetenz (schriftlich) in ihrer A-Sprache absolvieren.
Textkompetenz; Textsorten, Textqualität, Textwirkung
Die Übung Textkompetenz 1 wird ersetzt durch die Vorlesung mit Übungscharakter Textsorten, Textqualität, Textwirkung. Diese Lehrveranstaltung ist auch in der A-Sprache zu absolvieren. Die Übungen Textkompetenz 2 (mündlich) und Textkompetenz 2 (schriftlich) werden unter den Titeln Textkompetenz mündlich und Textkompetenz schriftlich weiterhin angeboten.
einmal Fachkommunikation und Wissenstransfer A/B/C statt zweimal Fachkommunikation B/C
Im Bachelorstudienplan 2011 ist pro Sprache nur noch eine Vorlesung zur Fachkommunikation, nämlich die Vorlesung Fachkommunikation und Wissenstransfer vorgesehen. Diese Vorlesung muss sowohl in der A-Sprache, als auch in der B- und in der C-Sprache absolviert werden. Die Vorlesung wird in den Sprachen, mit denen viele Studierende studieren, alternierend für die A-Sprache bzw. für die B-/C-Sprache angeboten. In Sprachen, die von wenigen Studierenden als Arbeitssprache gewählt werden, wird die Lehrveranstaltung je nach Bedarf für die A-Sprache bzw. für die B-/C-Sprache angeboten und kann bei dringendem Bedarf auch entsprechend angerechnet werden. Eventuell wird in diesen Sprachen im Titel auch gar nicht zwischen A-Sprache und B-/C-Sprache unterschieden werden.
Inhaltlich wird in den Vorlesungen der Aspekt des Wissenstransfers betont. Die Vorlesungen werden außerdem nicht mehr nach einem vorgegebenen Themenzyklus abgehalten, stattdessen werden in den Vorlesungen die Gebiete behandelt, die für die jeweiligen Kulturen besonders relevant sind.
zwei statt drei Übungen Translatorische Basiskompetenz
Im Bachelorstudienplan 2011 sind ingesamt vier Übungen Translatorische Basiskompetenz (zwei für die A-/B-Sprache und zwei für die C-Sprache) vorgesehen.
Die Übungen werden in den Sprachen, die von vielen Studierenden als Arbeitssprachen gewählt werden, inhaltlich (aber nicht im Titel) in Gruppen für Anfänger*innen und Fortgeschrittene unterteilt sein (ähnlich wie zurzeit bei Dolmetschen-Übungen des Masterstudiums Dolmetschen). So kann in den einzelnen Übungen gezielt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppen eingangen werden, es entsteht aber nicht wie bei Textkompetenz die Notwendigkeit, in zwei verschiedenen Übungen einen Platz zu bekommen.
Siehe dazu auch den nächsten Punkt.
Änderungen PIK-Prüfung
Im Bachelorstudienplan 2011 besteht die PIK-Prüfung nur noch aus den schriftlichen Prüfungsteilen. Der mündliche Prüfungsteil fällt weg. Damit dauert die PIK-Prüfung einige Wochen kürzer. Außerdem gelten viel weniger Voraussetzungen für den Antritt zur PIK-Prüfung, was den Studienabschluss erheblich vereinfacht.
Die PIK-Prüfung ist nun so im Studienplan angesiedelt, dass es möglich ist, sie direkt nach Abschluss der letzten zwei Übungen Translatorische Basiskompetenz zu absolvieren – direkt bedeutet tatsächlich direkt am Ende des Semesters, da die Noten der beiden zweiten Übungen Translatorische Basiskompetenz nicht für den Antritt zur PIK-Prüfung nötig sind.
Außerdem wird durch die Umgestaltung der Textkompetenz- und Fachkommunikation-Lehrveranstaltungen, der zusätzlichen Lehrveranstaltungen für die A-Sprache, der inhaltlichen Strukturierung der Niveaus in den Translatorische-Basiskompetenz-Übungen und durch zusätzliche Lehrveranstaltungen wie Diversität und Ethik der Transkulturellen Kommunikation eine umfassendere Vorbereitung auf alle Aspekte der PIK-Prüfung ermöglicht.
Siehe auch: PIK-Prüfung des Bachelorstudiums 2011 Modulvoraussetzungen
Wissenschaftliches Arbeiten, Proseminare Seminare, Bachelorarbeit
Im Bachelorstudienplan 2011 ist eine Vorlesung Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten vorgesehen, in der die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens besprochen werden. Erste, kurze Arbeiten werden als Proseminararbeiten im Rahmen der Proseminare Kultur und Kommunikation geschrieben. Im Seminar Text und Diskurs (6 ECTS-Punkte) zirka in der Mitte des Studiums wird ein erster Versuch einer längeren wissenschaftlichen Arbeit ermöglicht. Die Seminararbeit, die im Rahmen des Seminars Transkulturelle Kommunikation am Ende des Studiums geschrieben wird, bildet schließlich die Basis für die (einzige) Bachelorarbeit.
Einführung ins Dolmetschen und Übersetzen
Im Bachelorstudienplan 2011 gibt es eine Vorlesung Einführung ins Übersetzen mit 2 Semesterwochenstunden und 2 ECTS-Punkten und eine Vorlesung Einführung ins Dolmetschen mit 2 Semesterwochenstunden und 2 ECTS-Punkten. Die Übung Translatorische Methodik: mündlich gibt es nicht mehr, stattdessen wird die Übung Einführung ins Übersetzen und Dolmetschen angeboten.

